Costa Brava 2015

Drei Wochen Sommer, Sonne und Meer auf dem Campingplatz Las Dunas an der Costa Brava

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Schweden 2014

Vier Wochen im August 2014 führten uns mit unserem Wohnwagen in den Süden von Schweden. Viele Wälder, Seen und eine wunderbare Ruhe waren der Lohn der Anreise.

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Norwegen 2011

Drei Wochen in Norwegen – nördlich von Trondheim bis hoch zu den atemberaubenden Lofoten mit unserem selbstgebauten Wohnmobil. Unser Einstieg in die Urlaubswelt mit einem mobilen Heim.

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Der Bau des Wohnmobils

Eine leerer, gebrauchter Kastenwagen, eine Säge, Holz und das eine oder andere Zubehör. Dies gemischt mit einigen Tagen Arbeit brachte uns zu unserem ersten Wohnmobil mit integrierten Hundeboxen.

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Florida 2006

Mit dem Leihwagen zwei Wochen einmal rund um Florida. Sonne, Strand, Meer, Raketen und Micky Mouse – alles, was im Sunshine State erwarten würde.

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Willkommen auf unserer Seite rund um unseren Weg ins Leben als Camper und den zugehörigen Urlauben. Hier findet Ihr alle unsere Reisen egal ob mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen.

Drumherum gibt es die Infos zum selbst durchgeführten Umbau unseres Kastenwagens zu einem Wohnmobil und den verschiedenen Gefährten wie Wohnwagen oder Zugfahrzeugen.

 

Aurland, Lærdalstunnel und Stabkirche Borgund

Eine wirklich aufregende Strecke steht heute auf dem Plan. Schon bei der Vorauswahl wusste ich, dass ich mich auf diesen Tag freuen kann. Es ging schon damit los, dass wir bei der Fahrt nach Kaupanger auf den Sognefjord treffen – mit einer Straße, welche in einem Tunnel verschwindet, dessen direkter Ausgang auf eine Fähre führt – es gibt keinen anderen Weg zu der Fähre!

Da hinten ist die Ausfahrt vom Tunnel

Da hinten ist die Ausfahrt vom Tunnel

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Angekommen bei Lærdal fahren wir ab von der Hauptstraße und folgen den Schildern zum Aurlandsfjellet auf den Snøvegen. Fjellets sind letztlich Pässe, welche man nahezu blind einfach anfahren kann, da sie zumindest unserer Erfahrung nach immer tolle Aussichten bieten. So auch hier.

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Ein kleiner Rastplatz

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Ich hatte es früher schon erwähnt: Schafe sind die Könige der Straßen

Kurz vor Ende des Snøvegen wird die Straße auf einmal voll, sogar Busse treffen wir an. Kein Wunder, denn wir erreichen Stegastein, einen der bekanntesten Aussichtspunkte Norwegens, welcher selbst auch durch seine Architektur eine weitere Attraktion ist.

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Wir fahren noch weiter nach Flåm, welches aber für uns, da wir nicht mit der Flåmsbana fahren wollen (zum Einen regnet es es ordentlich, zum Anderen wäre dies mal wieder eine Herausforderung, wenn man mit drei Hunden unterwegs ist). Außerdem ist der Ort, soweit wir ihn uns anschauen, nur noch auf Tourismus aus, alles ist voll mit Bussen und Menschen vom Kreuzfahrtschiff.

Stattdessen fahren wir wieder zurück, diesmal aber durch den Lærdalstunnel, welcher letztlich die unterirdische Abkürzung zum Snøvegen ist. Dieser Tunnel ist gleich in zweifacher Hinsicht besonders: erstens ist es der längste Straßentunnel der Welt (24,51km) und zweitens haben sich die Ingenieure eine tolle Sache einfallen lassen, damit man nicht vor Langeweile (so eine Durchfahrt dauert ja doch recht lange…) einschläft und einen Unfall baut. Es gibt insgesamt drei Hallen auf der Strecke, welche blau ausgeleuchtet sind, was wir das innere eines Gletschers wirken sollen (und es auch tun). Man kann hier anhalten und gemütlich Fotos machen – was wir natürlich machen.

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Damit aber nicht genug – statt direkt zum Campingplatz zurückzufahren biegen wir noch einmal nach Osten ab und besuchen eine der schönsten Stabkirchen (Borgund). Dahinter gibt es ein paar kleinere Wanderwege und die Hunde und wir haben fast den ganzen Tag im Auto gesessen – also rauf und quer durch die mehr als neugierigen Schafe gewandert.

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Nicht aufgenommen haben wir, wie die Schafe unsere Hunde anschnupperten. Mehr als mutig.

 

Auf nach Sogndal

Auch wenn man sich praktisch überall in Norwegen wochenlang aufhalten könnte, ohne alle schönen Winkel erkundet zu haben, müssen wir uns letztlich Stück für Stück zu unseren Zielen weiter im Süden bewegen und in letzter Konsequenz auch Richtung zu Hause.

Also wurde heute wieder angekuppelt und es geht nach Sogndal. Die an sich ereignislose Fahrt führt dabei wie immer in Norwegen an vielen Aussichten vorbei, die man genießt, während man sich auf die mal breiten und mal auch sehr schmalen Straßen durch das Land windet.

Alltägliche Aussicht

Alltägliche Aussicht

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Angekommen auf dem Campingplatz Kjørnes erkennen wir, dass es hier doch einigen Regen gegeben haben muss. Teilweise ist die Wiese Geschichte und tiefer Matsch zeigt sich dort, wo sich Wagen wohl fast festgefahren haben. Während wir so aufbauen wird nebenan abgebaut und der Doppelachser an den T4 gehängt. Dann erkennt man aufsteigende Ratlosigkeit, wie man mit dem Fronttriebler wieder auf den Teer kommen soll. Also noch mal schnell in unseren Wagen gesprungen und den Wohnwagen bis zum Waschhaus gezogen.

Der Campingplatz liegt am Sognefjord, wir stehen etwas erhöht auf Felsen mit einer phantastischen Aussicht.

Panorama vom Stellplatz aus

Panorama vom Stellplatz aus

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Ich stehe am Ufer, oben auf dem Felsen sieht man unseren Wohnwagen

Briksdalsbreen

Die wundervolle Landschaft Norwegens wurde geformt von Gletschern und zu einem solchen machen wir uns heute auf den Weg. Wir fahren mit dem Wagen zum (gebührenpflichtigen) Parkplatz in Briksdalsbre, um dann hoch zum Briksdalsbreen zu wandern. Die Wanderstrecke ist mehr als gut ausgebaut, es existiert sogar ein Fahrservice mit kleinen Wagen, welche wie zu groß gewordene Golfcarts aussehen. Aber wir machen das ganze natürlich zu Fuß.

Auf der Strecke geht es immer entlang des Flusses, welcher den Gletschersee entwässert. Dabei gibt es auch einen kleinen aber doch eindrucksvollen Wasserfall, welcher so nah am Weg liegt, dass man unweigerlich erfrischt wird.

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Auflockernd finden sich auch immer Schilder, welche einem verdeutlichen, bis wohin der Gletscher ursprünglich einmal gereicht hat (die letzten Jahrhunderte und Jahrzehnte), was einem alleine durch die noch zu wandernden Meter vor Augen führt, wie sehr er auch gerade in jüngster Vergangenheit doch geschrumpft ist.

Angekommen bei bestem Wetter am Gletschersee gibt es natürlich die obligatorische Fotosession und Steintürme werden erbaut.

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Auf dem Rückweg steht die Sonne gerade perfekt, um in der Gischt des Wasserfalls einen wunderschönen Regenbogen zu erzeugen.

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Zurück auf dem Campingplatz wird die Drohne noch einmal nach oben geschickt, unsere kleine Insel mal angeflogen und auch ein paar Fotos werden geschossen.

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Im Hintergrund die wirklich schöne kleine (Halb-)Insel

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Erinnert sich noch jemand an die etwas holprige Abreise? Auch wenn das alles besser geklappt hat und ich mir noch Island eine Packliste zusammengestellt habe – irgendwas vergisst man ja immer. Und dazu kommt noch, dass die Packliste es zwar auflistete, aber nicht detailliert genug. Was fehlt? Tja, wie die Reisen zuvor haben wir den SodaStream mitgenommen (welcher ansonsten den Rest des Jahres eher verstaubt), neue Gasflaschen und viel Sirup sind auch dabei (im Fach unter dem Kofferraum im Zugfahrzeug – des Gewichts wegen). Perfekt, oder? Nun ja, in dem Moment, wenn man die erste Flasche sprudeln möchte, merkt man dann schon, dass man dazu auch die Flaschen hätte mitnehmen sollen. Die letzten Tage (und auch die folgenden) habe ich in Supermärkten immer geschaut, ob es die hier auch gibt. Kurze Antwort: nein. Daher brauche ich jetzt, wo ich dies hier wieder zu Hause schreibe, die nächsten Wochen sicherlich keine Getränke mehr kaufen, denn der gesamte Vorrat an Sirup ist unangebrochen wieder hier angekommen.

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Das ist mein Vorrat, den ich nun erstmal vernichten muss…

Und war da nicht noch was mit dem defekten Abfluss und der erfolglosen Suche nach einem Ersatzteil? MIttlerweile habe ich es für schon fast lächerlich günstige 8,44€ bei meinem favorisierten Ersatzteilshop bestellt. Habe auch extra angerufen und gefragt, ob sie auch auf Campingplätze im Ausland liefern. Ja, tun sie gerne und häufig – außer in die Schweiz und Norwegen…
Das Ende vom Lied: das Teil wurde bestellt, geht per Post zu meinen Eltern nach Berlin, welche netterweise (Danke!) das Paket dann direkt gleich wieder zur Post schleppen und per Express zu unserem übernächsten Campingplatz schicken (selbst Express dauert ein paar Tage). Die gesamten Versandkosten schlagen die Kosten des Teils selber um Längen…

Strynefjellet und Geiranger

Jetzt also ist Urlaub – morgens im Wohnwagen ohne Wecker aufwachen, gemütlich ein Frühstück genießen (der aktuelle Campingplatz hat Brötchen) und dann den Wohnwagen stehenlassen und mit dem Zugfahrzeug Ausflüge angehen.

Also wieder einige Meter den Weg von gestern zurück bis vor einen der Tunnel auf der Rv 15. Statt diesen wieder nach oben zu fahren geht es auf der Alternativroute über das Strynefjellet. Unten am Beginn der Strecke will mir ein Schild sagen, dass Gespanne nur bis 14m erlaubt seien. Wir sind ja ohne Hänger unterwegs und unser Gespann wären 12,70m – ich hätte es zumindest als sportlich empfunden, mit dem Wohnwagen im Schlepptau die engen Kehren zu nehmen, welche uns gleich zu Anfang erwarteten.

Und dann erwartet uns eine wunderbare Landschaft mit kleineren Schneefeldern. Die Straße ist (natürlich) größtenteils nicht wirklich befestigt und das regnerische Wetter tut sein übriges, um das ehemals schwarze Auto in ein gepflegtes hellgrau umzulackieren.

Farbe: hellgrau

Farbe: hellgrau

Schafe sind die Herren der Straße in Norwegen - nicht nur hier

Schafe sind die Herren der Straße in Norwegen – nicht nur hier

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Schnee im August muss natürlich genau untersucht werden

Schnee im August muss natürlich genau untersucht werden

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Nach einigen kurzen Stopps für Fotos halten wir schließlich an einer kleinen Einbuchtung und wandern mit den Hunden hinunter ins Tal zum Flusslauf und klettern mit viel Spaß auf den Steinen dort herum.

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Am Ende führt die Straße zurück auf die Rv 15, welche wir ja gestern schon gefahren waren. Wir folgen Ihr wieder in Richtung unserer Foto-Location von gestern, biegen dieses Mal aber dort nach Geiranger ab. Die Aussicht von oberhalb auf Geiranger und den Geirangerfjord ist nicht ohne Grund ein typisches Postkartenmotiv und eines der prototypischen Fotos, welche für Norwegen stehen. Hier ist es richtig voll (unten liegen ja Kreuzfahrtschiffe und die Passagiere lassen sich mit Bussen hochfahren, machen Fotos und fahren wieder runter).

Geiranger

Geiranger

Geiranger

Geiranger

Spontan fahren wir doch noch bis runter in den Ort und besorgen uns ein Fährticket nach Hellesylt. So genießen wir die Fahrt auf dem Geirangerfjord vorbei an den berühmten Wasserfällen. Es ist zwar etwas nass und kalt, aber die Aussicht entschädigt.

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Freier (Friaren) - man kann die Flasche ganz gut erkennen

Freier (Friaren) – man kann die Flasche ganz gut erkennen

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Zurück geht es von Hellesylt über Stryn und wenn wir eh schon im Auto sitzen, dann wollen wir uns mal die interessante kleine Straße ausprobieren, welche wir vom Campingplatz aus sehen konnten. Eine schöne, enge Straße mit einem spaßigen Tunnel (siehe Video), welche uns nach Flo führt.

Blick von Flo auf unseren Campingplatz

Blick von Flo auf unseren Campingplatz

Der Urlaub beginnt am Strynsvatn

Da wir ja gestern das Maximalziel erreicht haben, geht es heute schon recht gemütlich erst um 9:00 Uhr weiter auf dem Weg zum ersten richtigen Zwischenhalt. Aber vorher klappern wir noch in Lillehammer noch alle spontan zu findenden Camping- und Heimwerkermärkte ab auf der Suche nach einem neuen Auslass für das Spülbecken. Nach rund einer Stunde steht fest: dieses spezielle Teil werden wir hier in einem Laden nicht finden. Nun gut, es gibt ja immer eine Kjøkken auf jedem Campingplatz für den Abwasch.

Auf der Höhe von Otta verlassen wir die noch aus 2011 bekannte E6 und biegen ab gen Westen auf die Rv 15. Die Landschaft verändert sich dramatisch in das von mir so bevorzugte karge Hochland. Direkt vor dem Tunnel, welcher an der Abzweigung Richtung Geiranger liegt, wird ein Zwischenstopp mit Fotosession eingelegt. Das ist schon einmal auf jeden Fall das, warum wir hier sind.

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Nachdem alle Fotos geschossen sind, geht es auch schon in den Tunnel weiter auf der Rv 15. Tunnel in Norwegen muss man einmal erlebt haben, dieses Exemplar, welches eigentlich ständig von Bussen voller Touristen auf dem Weg nach Geiranger befahren wird, ist schön dunkel und eng. Ein entgegenkommender LKW jedenfalls bleibt stehen und rührt sich nicht mehr, bis ich mich mit unseren 2,53m an ihm vorbeigequetscht habe (sind aber schon noch einige Zentimeter Luft).

So sind es dann nur noch wenige Minuten bis zu unserem ersten „echten Campingplatz“ mit mehrtägigem Aufenthalt und so wird auf der ansonsten komplett leeren Terrasse 1 des Strynsvatn Camping Wohnwagen samt Vorzelt in Stellung gebracht. Hinter uns rauscht ein kleiner Wasserfall vom Jostedalsbreen den Berg hinunter in den Strynsvatn. Die Drohne kommt das erste Mal zum Einsatz und macht ein kleines Video vom Campingplatz und der Umgebung.

Es geht noch einmal nur mit dem Wagen nach Stryn für Tanken, Bargeld und einer ersten Shoppingrunde, bevor der Tag in Ruhe ausklingen kann.

Lillehammer

Heute geht es schon fast zivil um 7:00 Uhr los. Immer noch eigentlich zu früh für einen Urlaub, aber wer im Süden Deutschlands wohnt, der braucht halt einfach etwas länger, bis er es dann nach Norwegen schafft.

Die Strecke kennen wir schon aus 2011 – je nördlicher man kommt, desto eher fängt die Landschaft an, interessant zu werden. Die Ebenen Südschwedens werden mehr und mehr durch wachsende Felsen abgelöst und bei Erreichen der Grenze reihen sich die Autos zur Passkontrolle ein. Als pflichtbewusste Hundehalter geht es mit den Impfpässen rechts am Stau vorbei zum Zoll. Dort ist man eher überrascht, dass sich jemand an die Regularien hält, blättert etwas planlos in den blauen Büchern und wünscht uns eine gute Fahrt. Das ganze ging definitiv schneller, als der reguläre Weg für all die anderen Autos.

Wir erreichen etwas später ein weiteres Mal (das insg. dritte Mal) Oslo, tanken dort kurz und wie zuvor auch schon lassen wir die Stadt links liegen. Ich glaube schon, dass Oslo eine tolle Stadt ist – wir fahren aber wegen der Natur nach Norwegen, Städtetripps sind daher eigentlich nicht vorgesehen (Spoiler: es wird einen geben).

Weiter geht es nach Norden. In meiner ursprünglichen Planung war die optimistischste Version, dass man am Sonntag (heute) bis Lillehammer kommt und dort den letzten Zwischenstopp bei der Anreise (bzw. so halb den ersten Urlaubstag) hat. Und wir machen eine Punktlandung und folgen den Schildern zu einem Campingplatz. Nun, Bakke Camping stellt sich als Hütten- und Zeltplatz heraus und die erste kleine Fahrübung zum Thema „rückwärts auf Gras den Berg hinauf wenden“ wird bestanden (wozu man Allradantrieb und so viele PS braucht? Genau für sowas…). Unverzagt wenige 100m weiter zum Camping Biristrand und schon an der Rezeption werde ich wieder daran erinnert, was einer der vielen Vorteile hier im Norden ist: „Stellen Sie sich irgendwo hin, wo es Ihnen gefällt“. Wird gemacht und so stehen wir ganz vorne direkt am kleinen Hafen mit Blick auf den See.

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Nach Genuss der tollen Aussicht und einem selbstgekochten Abendessen wird noch abgewaschen, bevor es ins Bett geht. Aber halt, nach dem Abtrocknen wollen wir das Besteck in die Schublade legen und finden dort einen Teil des gerade herausgelassenen Abwaschwassers wieder. Kurzer Griff zum Schraubenzieher bringt die Erkenntnis, dass das Ablaufventil am Übergang zum Schlauch stark angeknackst ist – eine kurze Tastprüfung und ich habe den Schlauch mit dem abgebrochenen Plastik der Spüle in der Hand. Sch***

Schweden als Zwischenstation

Nach einer sehr kurzen Nacht geht unsere Anreise in den Norden direkt früh weiter. Wir umfahren Dank TomTom Go (welches ich jedem eingebauten Navi vorziehe) eine weitere Vollsperrung und erreichen am frühen Vormittag mit Dänemark das erste Ausland. Auch dieses Mal (wie schon 2011) geht es über die Öresundquerung. Für die Maut im Generellen habe ich mir im Vorfeld einen BroBizz besorgt (so ein kleines Kästchen an der Windschutzscheibe, welches piept, wenn man durchfährt) und im Speziellen für die Öresundquerung auch den BroPas gebucht. Letzterer kostet einmalig Geld, macht die Fahrten über die Öresundquerung aber deutlich günstiger. An sich rechnet sich der BroPas mit dem PKW bei der zweiten Nutzung der Brücke, mit dem Wohnwagen allerdings tatsächlich schon bei der ersten Fahrt.

Somit machten wir also ein paarmal „Piep“ in Dänemark und schon waren wir drüben in Schweden. Bei Malmö treffen wir auf unseren großen eigenen Kreuzungspunkt, hier waren wir schon in 2011 und auch 2014 auf der Schwedentour. Heute aber wieder nach Norwegen, das heißt, es geht auf die große E6 gen Norden. Mittlerweile nähert sicher der Nachmittag und das Tagesziel war „nördlich von Malmö am Meer einen Campingplatz finden“. Also los geht es und mit dem Navi Campingplätze suchen. Der erste Versuche war ein Reinfall (nur Dauercamper), daher geht es noch wenige Kilometer weiter, bis wir den Platz Råå Vallar Resort erreichen. Hier hat man noch ein Plätzchen mit einer recht engen Zufahrt für uns frei (an sich ist der Platz nahezu ausgebucht) und die ersten, sanften Urlaubsgefühle kommen auf.

Der Platz liegt direkt am Meer, ein Ausflug in die Dünen ist daher schon fast Pflicht. Danach wird sich nach der langen Nacht erst einmal im vorhandenen kleinen Restaurant bei einer überraschend guten Pizza gestärkt, eine letzte Abendrunde mit den Hunden gedreht und müde ins Bett gefallen. Morgen geht es dann nach Norwegen, die Vorfreude steigt ins Unermessliche.

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Die ersten Schritte am Meer

Viele, viele Kilometer

Mein Flieger Eyjafjallajökull

Mein Flieger Eyjafjallajökull

Nach dem Chaos gestern begann dieser Freitag nicht etwa wie geplant mit dem Abbau des Jetlag, der Abarbeitung von letzten offenen Punkten (Reisekostenabrechnung, E-Mails, …) und gemütlichen Überlegungen wie „was habe ich vergessen“, sondern mit einer sehr, sehr frühen Taxifahrt aus der Hauptstadt Islands zu deren Flughafen (rund 45 Minuten Fahrtzeit). Dann ging es mit dem Flieger Eyjafjallajökull (bezeichnender Name – wobei alle Icelandair-Flieger nach Vulkanen benannt sind).

Diesmal lief wieder alles rund und wie eigentlich für 24 Stunden vorher geplant erreichte ich meine Haustür kurz nach 15:00 Uhr. Die Frage war nun: am ursprünglichen Zeitplan festhalten oder verspätet in den Urlaub starten? Meine innere Uhr war eh völlig durcheinander (dank Jetlag, Zwischenstopp in anderer Zeitzone und frühem Aufstehen) und somit fiel die Entscheidung: weiter wie geplant.

Was war der Plan? Nun, es sollte am Freitag (also heute) nach der Arbeit gegen 17:00 Uhr losgefahren werden und (mit Abwechslung am Steuer) so weit möglich die Nacht durchgefahren werden. Den Teil mit der Arbeit konnten wir ja nun streichen und es blieb das Ziel, bis zum Samstag am Abend in Schweden zu sein. In rund zwei Stunden wurde alles gepackt und für die Fahrt vorbereitet, was nicht eh schon von meiner Frau die Tage vorher vorbereitet werden konnte und um 17:05 ging es los auf die Strecke (B17, A8, A7).

Ich muss sagen, meine kaputte innere Uhr und die Abwechslung am Steuer ergänzten sich hervorragend und bei nachts fast leerer Autobahn ging es gut voran bis zu einer Vollsperrung wegen Unfalls bei Hannover. Das kostete uns rund eine Stunde und danach ging es dann nicht mehr viel weiter, da um 3:00 Uhr der eigene Akku leer war. An einem Rastplatz wurde in das hinten ja angehängte Bett umgestiegen und eine kurze Schlafpause für alle eingelegt.

Nördlichster Punkt des Urlaubs

Moment – nördlichster Punkt der Reise gleich zu (bzw. sogar vor) Anfang? Irgendwas ist hier doch falsch!?

Stimmt, am heutigen Donnerstag war der ursprünglich Plan wie folgt:

  • Mittwoch am Abend (21:05) in Toronto ins Flugzeug steigen (Icelandair, Dienstreise)
  • Donnerstag früh auf Island umsteigen in die Maschine nach München
  • Donnerstag am Mittag Ankunft in München
  • Donnerstag am Nachmittag Ankunft zu Hause
  • Vorbereitungen wie Einräumen oder Herunterladen von Filmen u.ä.
  • Schlafen und Jetlag bekämpfen
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Die dort angekündigte Zeit von 23:30 war auch noch zu optimistisch…

Das war die Theorie – aber schon der erste Punkt lief schief – Icelandair verstolperte sich erheblich und so ging der Flug gut drei Stunden zu spät (also war es schon Donnerstag) los und somit war der Anschlussflug in Reykjavik schon lange weg, als ich in Island ankam.

Somit wurde umgebucht auf den nächsten Flug (es geht nur einer pro Tag…), Gutscheine für Hotel, Taxi und Essen in Empfang genommen und Reykjavík etwas erlaufen (wenn man wenigstens so früh da gewesen wäre, dass man noch einen Ausflug hätte machen können…).

Also Skandinavien (in sehr weitgefasster Definition) verfrüht erreicht und (neben einem akuten Schlafanfall – Jetlag plus Abflug nach Mitternacht plus vollen Arbeitstag zuvor) zumindest ein paar nette Fotos aus der Hauptstadt mitgenommen und den Plan gefestigt, dass man auf Island mal Urlaub machen müsste.

Hafen

Hafen

Landakotskirkja

Landakotskirkja

Sölden

Im Ötztal ist Sölden der zentrale Ort und so ging es heute hier hin, um mit der Gaislachkoglbahn bis auf 2.174m hochzufahren (also nur bis zur Mittelstation). Von dort ging es zuerst auf einem breiten Weg mit vielen, anderen Wanderen Richtung Süden.

Kurz nach der Heidealm verließen wir kurzerhand den breiten Weg und folgten einem kleinen Pfad ohne Beschilderung. Dieser war das Highlight des Urlaubs, in völliger Ruhe quer durch die Wälder schlängelten wir uns nach unten, trafen auf den Naturlehrpfad und fanden und am Ende direkt wieder an der Talstation.

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Hier begann der kleine Pfad – wer ihn auch laufen möchte: An der Heidealm vorbei, dann kommt eine Linkskurve und unterhalb der Alm dann eine Rechtskurve mit links einer Bank. An der Bank startet der Weg.

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Auf dem Rückweg sammelten wir den zwischengeparkten Wohnwagen ein, gönnten uns noch eine weitere leckere Mahlzeit beim Oilers 69 und dann ging es wieder über den Fernpass nach Hause.

Fazit: es war kurz, aber intensiv und sehr schön.